Aufrufe
vor 3 Monaten

„Smart Sell“

  • Text
  • Unternehmen
  • Digitalen
  • Digitale
  • Marketing
  • Transformation
  • Vermarktung
  • Digitalisierung
  • Menschen
  • Offline
  • Kommunikation
– Das neue Vermarktungsmagazin für Unternehmen, die mehr wollen

SMART SELL SMART SELL

SMART SELL SMART SELL – SCHON IMMER EIN TRAUM ERFOLGSHUNGRIGER VERKÄUFER Früher war alles besser! Bestimmt nicht. Früher war alles einfacher! Vielleicht. So mancher Verkäufer wendet seinen verklärten Blick zurück in die Vergangenheit, als Verkaufen einfach nur Verkaufen zu sein schien. Im direkten Kontakt mit Kunden konnte im Ladengeschäft oder auf dem Markt ein Produkt oder eine Leistung angepriesen werden und der Verkauf war meist recht schnell getätigt. Vor allem deshalb, weil ja die Kunden mit einer ganz klaren Kaufabsicht in den Laden kamen. Von der Verklärung zur Realität Soll die Realität des Handelns und Verkaufens jedoch realistisch betrachtet werden, reicht der verklärte Blick in die Vergangenheit nicht aus. Da muss schon genauer hingesehen und viel weiter zurück in die Geschichte der Menschheit gereist werden. Soweit zurück, dass es tatsächlich keine Zeitzeugen mehr gibt. Bestenfalls Naturvölker irgendwo in den tiefen Urwäldern Südamerikas oder im afrikanischen Busch pflegen heute noch einen Handel, der sehr stark an die Anfänge des Tauschens und Verkaufens als die ursprünglichsten Formen des Handels erinnert. In urgesellschaftlichen Zeiten schien alles noch sehr klar. Die Sippe versorgte sich und ihre Angehörigen selbst, auf der Jagd und beim Sammeln von Früchten musste die Nahrung herangeschafft werden. Aus Fellen, Häuten und Pflanzenteilen wurde Bekleidung hergestellt, Knochen, Stöcke und Steine konnten bei entsprechendem Geschick zu neuen Waffen verarbeitet werden. Mit der Entdeckung von Getreide und dessen Anbau sowie der Domestizierung von Tieren kam der Prozess der Sesshaftwerdung in Gang. Eine gewisse Spezialisierung prägte sich aus. Die einen waren gut als Getreidebauern, andere gut als Jäger und wieder andere zeigten sich in der Tierzucht und -haltung als recht erfolgreich. Was sonst zum Leben gebraucht wurde, wurde meist noch in Eigenregie beschafft und hergestellt. Bis das Handwerk Fuß fasste. Besonders geschickte Bauern fertigten aus Holz ihre selbst erfundenen Gerätschaften an, andere wurden echte Profis in der Produktion von Stoffen und Kleidung, wieder andere verstanden sich besonders gut auf den Hausbau oder die Bearbeitung von Metallen. Immer mehr kristallisierte sich eine Spezialisierung heraus und es entwickelte sich eine wahre Tauschgesellschaft. 4

Getreide wurde gegen Eier und Fleisch getauscht, für landwirtschaftliches Gerät oder nützliche Haustiere wurde andere Produkte angeboten. Leistungen beim Hausbau wurden mit Nahrung gelöhnt und alle möglichen Produkte und Leistungen wurden mit Naturalien oder anderen Gegenleistungen bezahlt. Zumeist beschränkten sich diese Tauschgeschäfte auf das eigene Dorf oder die Dörfer in der direkten Umgebung, ab und an gab es auch reisende Händler, die allerlei Waren im Angebot hatten. Werbung tut not Jetzt kam auch die Zeit der ersten sichtbaren Werbung. Was bisher vorrangig als Mund-zu-Mund-Propaganda eben durch Anbieten und Weitersagen funktionierte, musste auf bessere Beine gestellt werden. Und so erschienen schon bald die ersten symbolischen Darstellungen an den Häusern, die darauf hinwiesen, dass hier beispielsweise ein Schneider oder ein Bäcker seine Waren anbot. Solche Zunftzeichen sind bis heute bekannt und gerade in den Innenstädten immer noch zu sehen. Unter dem Begriff der Aussenwerbung oder Leuchtreklame haben sich aus den Anfängen professionelle Werbemittel entwickelt. Und so wusste der Müller aus dem Dorf eben auch, wo er in der Stadt den Bäcker finden würde, dem er sein Mehl anbieten könnte. Wer sich mit seinen Spezialitäten nicht sichtbar outete, hatte es zunehmend schwerer, seine Waren und Leistungen an den Mann oder an die Frau zu bringen. Eine weitere Möglichkeit war natürlich der Wochenmarkt. Hier entwickelte sich schon bald die Kunst der Marktschreier, die ihre Waren lauthals anpriesen. Noch heute staunen wir mehr oder weniger amüsiert über das Stimmvolumen und die Verkaufskunst solcher Marktschreier, die ab und an in unterschiedlichen Städten auftauchen. Was damals überlebensnotwendig war, hat sich heute zum amüsanten Event entwickelt. Den Markt erobern Irgendwann war dann vor allem bei langlebigen Produkten wie Werkzeugen und Geräten der lokale Markt ausgeschöpft. Und auch bei Lebensmitteln war die Nachfrage nicht immer so hoch wie das Angebot. Wenn Handwerker und Bauern jetzt nicht am Hungertuch nagen wollten, mussten sie ihre Leistungen auch über den eng begrenzten Bereich der Region anbieten. So entstand dann schliesslich auch der fliegende Handel, sprich Händler kauften Produkte auf und boten diese in weiter entfernten Regionen an. Und auch die Handwerker mussten versuchen, ihre speziellen Leistungen für einen grösseren Kundenkreis interessant zu machen. Noch wichtiger wurde das in der Ära der Industriealisierung. Hilfreich dabei war die Erfindung des Buchdruckes, der es letztlich auch ermöglichte, Handzettel zu drucken und zu verteilen oder Anzeigen in die Zeitung zu bringen. Damit liessen sich weitere Märkte erobern. In diesem Zusammenhang entwickelte sich auch eine immer grössere Konkurrenz zwischen den Anbietern von Waren und Leistungen. Gewinnen konnte hier nur, wer sich besonders gut präsentierte oder mit immer wieder neuen Produkten oder Leistungen spezielle Bedürfnisse befriedigen konnte. Ganz nebenher sei auch erwähnt, dass längst das Geld erfunden war und nun Ware nicht mehr unbedingt gegen Ware getauscht werden musste. Das Geld wurde zum universellen Tauschmittel und ist das bis heute auch geblieben. » SMARTSELL 5

SmartSell

„Smart Sell“
smart.sell.magazin
Unternehmen Digitalen Digitale Marketing Transformation Vermarktung Digitalisierung Menschen Offline Kommunikation